VERBRAUCHERINFORMATION EINMALHANDSCHUHE

Sie haben PAPSTAR Einmalhandschuhe in Verwendung, oder möchten mehr Informationen zu diesem Qualitätsprodukt? Auf dieser Seite erhalten Sie ergänzende Hinweise und Wissenswertes zu den verschiedenen Materialien, Zusammensetzungen, Verträglichkeiten und Einsatzbereichen der PAPSTAR Handschuhe aus Vinyl, Latex oder Nitril. Beachten Sie bitte insbesondere die Allergie-Risiken bei Verwendung von Latex-Handschuhen. Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen haben, stehen wir zur weiteren Beratung gerne zur Verfügung.
Unsere Kontaktdaten finden Sie am Ende dieser Seite.

Inhalt dieser Seite

> Sortimentsübersicht PAPSTAR Einmalhandschuhe
> Inhaltsstoffe
> Warum kann Latex Allergien auslösen?
> Welche Latex-Allergietypen gibt es und woran kann man sie erkennen?
> Erklärung von Piktogrammen auf der Produktverpackung
> Allgemeine Informationen zur Verwendung von Einmalhandschuhen
> Weitere Informationen und Kontaktdaten

Sortimentsübersicht

> PAPSTAR Online-Shop
> Informationsbroschüre "Leitfaden für Ihr erfolgreiches HACCP-Konzept (PDF 4,3 MB)

HACCP-Guide


Inhaltsstoffe

Latex-Handschuhe

puderfrei

gepudert

Latex, Antioxydantien, Schwefelemulsion,
Pigmente, Zinkemulsion, Titanoxid,
Vultamol, ungiftige Tensid-Lösung

Latex, Antioxydantien, Schwefelemulsion,
Pigmente, Zinkemulsion,
Titanoxid, Vultamol, ungiftige Tensid-Lösung

Puder: modifizierte Mais-Stärke für
verbessertes Schlupfverhalten


Vinyl-Handschuhe

puderfrei

gepudert

PVC-Polyvinylchloridpaste,
Weichmacher  DOP/ DOA
Verdünnungsmittel TXIB,
Stabilisator Calcium Zink, Bohnenöl

PVC-Polyvinylchloridpaste,
Weichmacher  DOP/ DOA,
Verdünnungsmittel TXIB
 Stabilisator Calcium Zink

Puder: modifizierte Mais-Stärke für
verbessertes Schlupfverhalten


Nitril-Handschuhe

puderfrei

Synthetischer Kautschuk
Grundstoff: NBR  Nitril Butadien Rubber
Beschleuniger: ZDBC (Zink-2-butyldithiocarbanat), ZMBT (Zink-2-Mercaptobenzothiazol)
Farbstoffe: Titan-2-oxid                               Aktivierungsmittel: Zinkoxid                               Vulkanisierungsmittel: Schwefel                    Additiv: Kalziumcarbonat                             Netzmittel: Natrium Dodecylbenzen SulfanatStabilisator: Kaliumhydroxid        Gerinnungsmittel: Kalziumnitrat

 


Warum kann Latex Allergien auslösen?

Latex enthält in einer wässrigen Lösung ca. 20 - 40 % Kautschuk (Saft des Baumes Hevea Brasiliensis) und ca. 2-3 % natürliche Eiweißstoffe. Die ansonsten harmlosen Latexproteine sind häufig Auslöser von Latexallergien, deshalb ist beim Kauf  neben Qualitätskriterien auch auf den Proteingehalt des Einmalhandschuhs zu achten (je niedriger der Eiweißgehalt des Handschuhs  desto geringer die Allergiegefahr). Das Immunsystem des menschlichen Organismus erkennt diese körperfremden Proteine des Latex bei manchen Menschen als Eindringling und reagiert mit einer heftigen Abwehrreaktion.

Um die Gefahr des Eindringens von Latexeiweißen in Risse der Haut präventiv zu minimieren, sollte der Verwender von Latexhandschuhen folgende Ratschläge beherzigen:

  1. Vermeiden Sie übertriebenes Desinfizieren der Haut mit aggressiven Reinigungsmitteln
  2. Verwenden Sie Handschuhe mit einem pH-Wert von 5 - 7
  3. Pflegen Sie Ihre Haut mit rückfettenden und pflegenden Hautcremes
  4. Verwenden Sie Waschlotionen mit neutralen pH-Wert
  5. Benutzen Sie ungepuderte Latexhandschuhe mit einem Proteingehalt unter 30 µg/g
  6. Achten Sie beim Handschuhkauf darauf, das die Produkte Thiuramfrei sind
  7. Legen Sie wenn möglich Tragepausen des Handschuhs ein und wechseln Sie die Handschuhe nach längerer Tragedauer
  8. Bei erkannter Latexallergie verwenden Sie Nitril- und Vinylhandschuhe, diese sind latexfrei

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Welche Latex-Allergietypen gibt es und woran kann man sie erkennen?

Kontakturticaria Soforttypreaktion

Die Kontakturticaria ist eine Sofort-Typ-Reaktion auf bestimmte Latexproteine (Natureiweisse, die im Naturkautschuk vorhanden sind), die zur Quaddelbildung bis hin zum Aufplatzen der Haut führen kann. Diese allergische Reaktion ist besonders gefürchtet (Kontaktzeit 5 bis 60 Minuten) und kann zu einem anaphylaktischen Schock bis hin zum Tode führen!!!

Erste Symptome:  - Bindehautentzündung/ Schnupfen, allergisches Asthma

Latexhandschuhe sind zumeist von innen mit Maisstärke gepudert, um das Hineinschlüpfen zu erleichtern. Maisstärke löst die sich im Latex befindlichen gekapselten Proteine und verbindet sich mit diesen. Beim An- und Ausziehen verflüchtigt sich das kontaminierte Pulver aerosol (durch die Luft) und wird durch die Atemwege aufgenommen.

Kontaktdermatitis oder Spättypreaktion

Die Dermatitis (Hautrötung) tritt erst nach einer gewissen Dauer  meist Wochen oder Monate auf und wird deshalb als Spättypreaktion bezeichnet. Sie wird durch zugesetzte Additive bei der Handschuhherstellung hervorgerufen (80% der Fälle).

Folgende allergieauslösende Stoffe können bei der Produktion von Latexhandschuhen verwandt werden:

  • Thiurame  (TMTM, TMTD, TETD, DPTD)
  • Dithiocarbamate (ZMDC, ZDC, ZDEC, ZBC, ZDBC, ZEPC, ZPD, NBC, ETU)
  • Thioharnstoffe ( DBTU, DETU, DPTU, ETU)
  • Mercaptobenzothiazol (CBS, MBT, ZMBT, MOR, MBTS, DEBS, DCBS)
  • p-Phenylendiamin-Derivate (IPPD, DPPD)

Diese Zusatzstoffe werden bei der Vulkanisierung und zur Vernetzung der Kautschukmoleküle benötigt. Sie geben dem Material seine Elastizität und Dichtigkeit. Auch verwandte Antioxidantien, Desinfektionsmittel, Farbzusätze und Vulkanisatoren können eine Sensibilisierung hervorrufen.

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Erklärung von Piktogrammen auf der Produktverpackung

Nur für den Einmalgebrauch

Lebensmittel-bedarfsgegenstand

Acceptable
Quality
Level

Schutz gegen Schnitte und Stiche

Vor Nässe und Feuchtigkeit schützen

Conformität mit europäischer Richtlinie

DIN EN 388
Mechanische Risiken

Schutz gegen bakteriologische Kontamination

Vor Sonnenein-strahlung schützen

Weitere Informationen beachten

Schutzhandschuhe Allgemeine Anforderungen und Prüfverfahren

Schutz gegen chemische Gefahren



Allgemeine Informationen zur Verwendung von Einmalhandschuhen

  • Die Hände stets gründlich säubern und trocknen, bevor Sie die Handschuhe anziehen
  • Benutzen Sie ein paar Schutzhandschuhe nicht über einen langen Zeitraum (>2 h)  ununterbrochen
  • Beim Ausziehen des Handschuhes die Außenseite nicht mit der Haut in Berührung bringen
    (Eventueller Kontakt mit Schadstoffen)
  • Nach dem Handschuhtragen die Hände waschen und mit einer geeigneten Creme pflegen
  • Nur geeignete Schutzhandschuhe ohne erkennbare Beschädigung verwenden

Weitere Informationen

Wir hoffen Ihnen mit diesen Produktinformationen einen Einblick in das wichtige und umfangreiche Thema der Einmalhandschuhe gegeben zu haben. Qualität, Sicherheit und Ihre Gesundheit liegen uns am Herzen und deshalb informieren wir Sie offen über mögliche Allergie-Risiken und Inhaltsstoffe unserer Einmalhandschuhe. Wir möchten, dass Sie bewusster auf bestimmte Qualitätsmerkmale beim Kauf von Einmalhandschuhen achten, damit das Allergierisiko minimiert wird. Sollten Sie Fragen zu Einsatzbereichen haben, oder weitere Produktinformationen wünschen, stehen wir Ihnen gerne zur weiteren Beratung zur Verfügung.

PAPSTAR Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG
Daimlerstraße
D-53925 Kall

Telefon: +49 (0) 2441 / 83-0
Telefax: +49 (0) 2441 / 83-138
E-Mail: info@papstar.de

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